Zur Buch-Neuerscheinung 2005"

Walter Ehrismann: "Texte in den Wind - Textos en el viento"

"Texte in den Wind" hat mir in zweierlei Hinsicht Eindruck gemacht:
Erstens fasziniert die Beobachtungsgenauigkeit im Text, die immer wieder (und oft unverhofft) eine metaphorische Tragkraft entwickelt und die Tageszeiten so mit dem Lebenskreis überblendet. Ich habe diesen Text - und dies gibt ihm geradezu experimentellen Charakter - als ein "Protokoll des equadorianischen Lichtes" gelesen mit seinen Wandlungen und Ueberlagerungen. Und ihnen entsprechen stets auch die Ueberlagerungen von Text und Bild (besser: von Textbild und Bildbild), die jeden Leser zum Betrachter machen, und umgekehrt.

Und zweitens ist das Buch - eine seltene buchgestalterische Qualität - ein wunderschönes Objekt geworden. Mir gefallen die Proportionen und sogar die Art, wie es in der Hand liegt.

Peter K. Wehrli, Kulturredaktor
 
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